Kormoranproblematik
Zu den großen Problemen der oberpfälzer Teichwirtschaft gehören Schäden, die wildlebende Tiere in den Teichen verursachen. Zweifelsfrei sind die Kormorane an den Schäden allen voran beteiligt.
Zur Situation: Nach übereinstimmenden Berichten gibt es in Europa rund 2 Mio. Kormorane, die täglich 1.000 Tonnen Fische fressen. In Bayern werden jährlich 8.000 bis 10.000 Kormorane geschossen, um das massenhafte Auftreten zu reduzieren. Aufgrund dieser und einer Reihe anderer Feststellungen, war die volle Unterschutzstellung in jeder Hinsicht unbegründet. Der bayerische Landtag hat einen Beschluss gefasst, in dem die zuständigen Stellen aufgefordert und verpflichtet wurden, die rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz der Fischerei und zur Verhütung der erheblichen Schäden auszuschöpfen. Infolge davon wurden Allgemeinverfü-gungen erlassen. In der Oberpfalz wurde dies am 02. April 2009 und am 25. Mai 2010 vollzogen. Seit dieser Zeit wird berichtet, dass die Zahl der Vögel und damit die Schäden in weiten Gebieten der Oberpfalz zurückgegangen sind.
Eine Lösung des Kormoranproblems ist damit noch lange nicht erreicht. Die besonderen Probleme in der Oberpfalz sind die Naturschutzgebiete (die Hälfte aller Schutzgebiete in Bayern liegen in der Oberpfalz) und die bestehenden Kormorankolonien in Kerngebieten der Teichwirtschaft.
Die TEGO fordert: Bestehende Kolonien in der Oberpfalz müssen aufgelöst und Neugründungen verhindert werden. Besonders unerträglich ist die Tatsache, dass im Umkreis von 30 km der Kolonien wirksame Vergrämungsmaßnahmen, die schadens- mindernd wirken, nicht erlaubt sind, z. B. Abschuss. Eine Reduzierung der Kormorane in Natur- und Vogelschutzgebieten ist zu genehmigen. Falls dies nicht gestattet wird, obwohl zwischenzeitlich der Schutz des Kormorans nicht erforderlich ist, muss ein finanzieller Ausgleich in pauschaler Form an die Teichwirte bezahlt werden.
