Mittlere jährliche tatsächliche Verdunstungshöhe verschiedener Landnutzungen (nach Bundesanstalt für Gewässerkunde)

Regulierung des Wasserhaushalts

 

Versickerung 

Im Wasserkreislauf ist auch die Auswirkung von Teichen auf Verdunstung und Versickerung relevant. Über den Zugang von Sickerwasser durch die Hohlräume der obersten Bodenschichten (Infiltration) korrespondieren Teiche auch mit dem Grundwasser. Die Versickerung ist abhängig von der Geologie, dem Alter der Teiche (Selbstabdichtung). Nach örtlichen Gegebenheiten können Teiche für oberflächennahe Grundwasserzüge in Tal- und Muldenlagen mit dem Wasserkörper als Barriere für den Grundwasserabfluss wirken und so wertvolles Grundwasser in der Landschaft zurückhalten.

 

Verdunstung und Kleinklima

In Bezug auf das Kleinklima spielen Teiche eine einflussreiche Rolle. Naturgemäß gelangt ein Teil des Niederschlagswassers durch die Verdunstung wieder in die Atmosphäre zurück. Dabei hängt die Höhe der Verdunstung sehr stark davon ab, ob es sich z.B. um eine Siedlungsfläche mit entsprechend hohen Versiegelungsgrad (niedrige Werte 228 mm/a), um Wald (hohe Werte 600 mm/a) oder um eine offene Wasserfläche (sehr hohe Werte 675 mm/a) handelt (Bundesanstalt für Gewässerkunde).

Die zur Verdunstung verwendete Wärme mindert die Tageserwärmung einer Oberfläche erheblich. Die ausgleichende Wirkung der Wasseroberflächen auf das Klima wird durch das große Wärmespeichervermögen noch erhöht. So bleibt es nachts über Gewässern meist wärmer als über festem Boden, während die Wasserflächen tagsüber als kühl empfunden werden. Durch die ständige Verdunstung bei offenen Wasserflächen ist das Kleinklima in deren Umgebung auch im Sommer immer kühl und feucht und für Menschen und Tiere besonders angenehm. Teiche stellen so auch einen Ausgleich zu der durch Überbauung immer größer werdenden Versiegelung der Landschaft dar und sorgen dafür, dass das Wasser im lokalen Wasserkreislauf erhalten bleibt.