Hochwasserschutz und Wasserr√ľckhaltung
Darstellung der Abflussverzögerung und vergleichsmäßig bei der Seeretention. (Nach DYCK und PESCHKE 1995)

Hochwasserschutz und Wasserr√ľckhalt in der Fl√§che

Jeder Teich besitzt zwischen dem vorhandenen Wasserspiegel und der Krone der umgebenden Dämme einen potentiellen Stauraum, der bei Starkregen- und Hochwasserereignissen einen Teil des ankommenden Wassers aufnehmen kann. Wird diese ungesteuerte Retention genutzt, kommt es zu einer Verzögerung und Vergleichmäßigung des Abflusses durch die Vielzahl der Teiche in der Landschaft, vergleichbar einer Seeretention.

K√∂nnte w√§hrend der Zeit, in denen die Teiche bespannt sind, ein zus√§tzlicher Puffer von durchschnittlich nur 20 cm H√∂he geschaffen werden, so k√∂nnte umgerechnet auf die Fl√§che der Stillgew√§sser in der Oberpfalz mit rund 7.000 ha eine zus√§tzliche Wassermenge von ca. 14 Mio. m3; zur√ľckgehalten bzw. im Abfluss verz√∂gert werden. Das durch die Bespannung der Teiche, die in der Regel im Fr√ľhjahr erfolgt, zur√ľckgehaltene Schmelz- und Regenwasser wird beim Abfischen im Herbst, in den Monaten September bis November, langsam an die Flie√ügew√§sser abgegeben. Das Wasservolumen in den Oberpf√§lzer Teichen entspricht dem doppelten Wasservolumen des Schliersees (Dr. SCHMELLER, handschr. Mitteilung). Die zu dieser Jahreszeit meist niedrigen Abflusswerte der B√§che und Fl√ľsse werden dadurch aufgebessert.